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WOHNEIGENTUM - FIT FÜRS ALTER 2014 im Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V.


Vorsorgen mit bedarfsgerechter Wohnung

Architektin Bärbel Weichaus (l.) freut sich über die Urkunde, die sie aus den Händen von Sozialministerin Aygül Özkan und Landesvorsitzendem Peter Wegner erhielt.

Bärbel Weichhaus aus Hannover hat den 1. Niedersachsenpreis „Wohneigentum- fit fürs Alter“ vom Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V. gewonnen. Die Architektin stellte der fünfköpfigen Jury um Prof. Dr. Ursula Lehr, Bundesministerin a.D., Vorsitzende der BAGSO vor, wie sie in der Landeshauptstadt eine bankfinanzierte Eigentumswohnung erwarb und mit Eigenmitteln zur barrierefreien Wohnung umbaute.  


„Das vorgelegte Beispiel zeigt, dass der Umgang mit dem Thema Wohnen im Alter nicht negativ besetzt sein muss“, erklärt VWE-Geschäftsführer Tibor Herczeg. Weichhaus habe demonstriert, wie Wohneigentum mit kleinen Schritten „fit fürs Alter“ gemacht werden kann. Eine bedarfsgerechte Wohnung könne auch mit relativ geringem Aufwand umgestaltet und auf ein Leben mit körperlichen Einschränkungen vorbereitet werden. Das Projekt sei geeignet, andere Menschen zu motivieren, sich diesem wichtigen Thema zu stellen.

„Mit der Teilnahme am Wettbewerb wollte ich zeigen, dass es als Einzelperson Sinn macht, Wohnungen zu kaufen, barrierefrei umzubauen und sie anschließend dem Mietmarkt zur Verfügung zu stellen“, erklärt Bärbel Weichhaus. Durch den demografischen Wandel und den sich abzeichnenden Bedarf an barrierefreien Wohnungen sei die Anpassung einer alten- und behindertenfreundlichen Wohnung zukunftsweisend.

Dies zeigte allein schon die schwierige Suche nach einer geeigneten Wohnung in Hannover. Viele Mehrfamilienhäuser hatten Fahrstühle, jedoch versperrten Treppen die Zugänge zum Haus. Im Stadtteil List wurde die Architektin fündig. Die 2-Zimmer-Wohnung liegt verkehrsgünstig auch für Rollstühle und Rollatoren. Bushaltestelle, Einkaufszentrum und Naherholungsgebiet sind gut zu erreichen.
Bis zur späteren Eigennutzung soll die Immobilie bevorzugt an sozial schwache Personen vermietet werden. Die Mieteinnahmen werden zur Tilgung des Darlehens herangezogen.

„Kauf und Umbau sind solide Alternativen zu anderen Geldanlagen“, meint die Architektin. Da Investitionen von insgesamt knapp 70000 Euro schon nach acht Jahren etwa zur Hälfte durch Mieteinnahmen finanziert seien, bliebe das Projekt überschaubar. Sollte sie danach keinen Eigenbedarf anmelden, könne die Miete später die Rente aufbessern.